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Manuelle Therapie

Wird verordnet bei
Funktionsstörungen des Bewegungsapparats (Gelenke, Muskeln und Nerven)

Beschreibung
Manuelle Therapie ist eine geschützte physiotherapeutische Behandlungsform, die mittels einer Heilmittelverordnung durch den behandelnden Arzt nach vorheriger Diagnosestellung verordnet werden kann.Sie ist der von Physiotherapeuten/ Masseuren mit einer speziellen Weiterbildung durchgeführte Teil der Manuellen Medizin (aus Anlage zum Vertrag gemäß §125 SGB V über die Versorgung mit physiotherapeutischen Leistungen). Sie beinhaltet Untersuchung und Behandlungstechniken
Die Ausbildung zum Manualtherapeuten umfasst eine mindestens 260 stündige Fortbildung, die in den meisten zugelassenen Fortbildungseinrichtungen weit über diese Mindeststundenzahl hinausgeht.

Schlingentischtherapie

Wird verordnet bei
z.b.Bandscheibenvorfällen

Beschreibung
Ist eine Behandlungsform , die überwiegend zur Entlastung des Körpers angewandt wird.
Häufig ist es Patienten nach Operationen oder durch starke Schmerzen nicht möglich, sich zu entspannen und die Muskulatur einzelner Körperabschnittes „locker zu lassen“.
Der Schlingentisch bietet hier eine optimale Entlastungstherapie
Bei der Schlingentischbehandlung werden einzelne Körperteile (Bein, Arm, Kopf) zum Teil auch der ganze Körper in Stoffschlingen gehängt, um das Eigengewicht zu mindern und die Muskulatur zu entspannen
Zusätzliche Traktionen an der Wirbelsäule oder Extremitäten führen zu Entlastung und Schmerzlinderung.

Manuelle Lymphdrainage

Wird verordnet bei
Lymphgefäßerkrankungen, chronischen Lymphabflußstörungen, nach Operationen( häufig nach Brustoperationen.)

Beschreibung
Die manuelle Lymphdrainage ist eine Therapieform der Physiotherapie. Ihre Anwendungsgebiete sind breit gefächert. Sie dient vor allem als Ödem- und Entstauungstherapie. Das körpereigene Lymphsystem wird aktiviert, indem vor allem die Pumpleistung der Lymphgefäße, verbessert wird. Zur Erhaltung des Behandlungsresultates nach der Lymphdrainage wird nach der Behandlung noch eine Bandagierung oder Kompressionsbestrumpfung empfohlen.

Weitere Indikationen sind sämtliche orthopädischen und traumatologischen Erkrankungen, die mit einer Schwellung einhergehen (z. B. Verrenkungen, Zerrungen, Verstauchungen, Muskelfaserrisse). Auch bei Verbrennungen, Schleudertrauma, Morbus Sudeck und ähnlichen Krankheitsbildern wird die Manuelle Lymphdrainage angewendet.
Auch in der Schmerzbekämpfung, auch vor und nach Operationen, soll sie helfen, das geschwollene, mit Zellflüssigkeit überladene Gewebe zu entstauen
Bei ausgeprägten lymphatischen Erkrankungen (Stauungen) wird diese Therapie mit Kompressionsverbänden, Hautpflege und spezieller Bewegungstherapie kombiniert und unter dem Begriff Komplexe Physikalische Entstauungstherapie (KPE) zusammengefasst.

Besonderheiten
Die Manuelle Lymphdrainage ist eine zusätzliche Qualifikation und als MLD (30, 45 oder 60 min.) verordnungsfähig.
Auch die anschließende Kompressionsbehandlung ist verordnungsfähig.

Klassische Massagetherapie (KMT)

Wird verordnet bei
Erkrankungen des Bewegungsapparates, die einer Entspannung der Muskulatur bedürfen, schmerzhafte Verspannungen, einseitige Belastungen im Beruf
Nachbehandlung von Muskelverletzungen

Beschreibung
Man unterscheidet die Massage in Ganz- und Teilkörperbehandlung. Von einer Ganzkörpermassage spricht man, wenn mehr oder weniger alle Körperregionen massiert werden. Dies schließt gewöhnlich Füße, Beine, Arme, Hände, Rücken, Schultern und Nacken ein. Die Massage kann auf die Brust, den Bauch und das Gesicht ausgeweitet werden. Die Ganzkörpermassage wird nur selten als medizinische Therapie verschrieben.

Bei der Teilkörpermassage wird nur ein Körperteil massiert. Beide Beine bzw. beide Arme zählen hier als ein Körperteil. Daraus ergeben sich folgende Teilmassagebereiche: Beine, Rücken , Arme, Brust, Bauch, Gesicht.

Die klassische Massage nimmt mittels verschiedener Grifftechniken (streichend, knetend, vibrierend, etc.) Einfluss auf die Muskulatur und oberflächliche Gewebsschichten. In Folge kommt es zur Durchblutungssteigerung, Anregung des Stoffwechsels, Lockerung, Dehnung, und Entspannung der Muskulatur. Die dadurch verbesserte Sauerstoffzufuhr der Muskulatur und der Abtransport von Stoffwechselprodukten bewirkt im Gewebe eine Schmerzlinderung. Außerdem wird die Muskulatur optimal für physiotherapeutische Behandlungstechniken vorbereitet.
Bei Sportlern ist sie eine sinnvolle Vor- und/oder Nachbereitung vor oder nach sportlichen Aktivitäten.
Bei Berufs- und/oder Haltungsbedingten einseitigen Belastungen bietet sich die klassische Massage als prophylaktische Maßnahme an.
Eine Kombination mit vorheriger Wärmetherapie wie Fango oder Heißluft ist als vorbereitende Maßnahme zu empfehlen.

Abrechnungshinweis:
Die klassische Massage kann vom Arzt verordnet werden.
Durchschnittliche Behandlungszeit laut GKV*-Vertrag: 15 Minuten
(Inkl. der erforderlichen Dokumentation und Nachbereitung der Behandlung!)

Triggerpunkt-Therapie

Wird verordnet bei
Schmerzen in der Muskulatur Verletzungen/Überanstrengung von Körper und Muskulatur, Operationen, Verrenkungen, Verstauchungen, Sportverletzungen, akute oder chronische Haltungsschäden, Arthrose

Beschreibung
Viele Schmerzen und Bewegungseinschränkungen haben ihre Ursache in der Muskulatur. Durch akute oder chronische Überlastung entstehen in unseren Muskelfasern Zonen, die sich krankhaft verändern. Diese wiederum verursachen Schmerzen, die auch in andere Körperregionen ausstrahlen können
Durch verschiedene Techniken der Triggerpunkt-Therapie können diese krankhaften Veränderungen in unserer Muskulatur und damit die Ursache von Schmerz und Bewegungseinschränkung beseitigt werden.

Abrechnungshinweis:
Die Triggerpunkt-Therapieist eine zusätzliche Qualifikation.
Diese Therapie hat keine verordnungsfähige Leistungsposition und kann deshalb nur mit der Verordnung „Manuelle Therapie“ oder privat abgerechnet werden.

Kiefergelenksbehandlung

Wird verordnet bei
der Indikation CranioMandibulärer Dysfunktion (CMD)

Folgende Symptome können Hinweise auf eine CMD geben: 
Zahnschmerzen, Taubheitsgefühl im Mund, Knacken oder Reibegeräusche des Kiefergelenkes, Mund öffnet sich nicht vollständig, Nacken-, Kopf- und Gesichtsschmerzen, Druck auf den gesamten Kopf, Augenflimmern, Schmerzen hinter den Augen, Ohrenschmerzen, Halsschmerzen, Rückenschmerzen, Schulterschmerzen, nach Zahnersatz oder Einsetzen neuer Kronen, rheumatische Erkrankungen.

Beschwerden wie Migräne, Kopfschmerzen, Augenflimmern, Beckenschiefstellung, Schwindel oder Tinnitus, deren Ursache normalerweise nicht im Kiefergelenk vermutet wird, können durch eine Fehlfunktion des Kiefergelenkes verursacht werden.

Beschreibung
Die physiotherapeutische Behandlung erfolgt durch verschiedene Techniken der Manuellen Therapie. Man unterscheidet dabei zwischen den folgenden Techniken:

Weichteiltechniken Quer- und Längsdehnung zur Lösung des Bindegewebes
Passive Mobilisationstechniken - Mobilisation eines blockierten Gelenkes tangential zu den Gelenkflächen vergleichbar einer klemmenden Türangel
Aktive Mobilisationstechniken, Automobilisation, ein Eigenübungsprogramm für den Patienten zu Hause

Wenn die Kontaktpunkte des Ober- und Unterkiefers nicht richtig aufeinander treffen,
entsteht eine Fehlfunktion des Kiefergelenkes.Es stellt sich reflektorisch im Körper eine Fehlstatik ein.
Umgekehrt können Störungen des Bewegungssystems das Kiefergelenk beeinflussen. Auch nächtliches Zähnknirschen und verschiedene Streßfaktoren können durch erhöhte Muskelspannungen eine Fehlfunktion des Kiefergelenkes nach sich ziehen.


Abrechnungshinweis:
Manuelle Therapie ist eine zusätzliche Qualifikation und als solche verordnungsfähig.
Durchschnittliche Behandlungszeit laut GKV*-Vertrag: 20 Minuten
(Inkl. der erforderlichen Dokumentation und Nachbereitung der Behandlung)


Wirbelsäulentherapie nach Dorn

Wird verordnet bei
Rückenschmerzen (Lenden-, Brust- & Halswirbelsäule), Beckenschiefstand, Verschiebung des 1. Halswirbels

Beschreibung
Durch Fehlstellung der Wirbel entstehen oftmals Blockaden, die wiederum zu weiteren Störungen im gesamten Körper führen können. In der Folge treten Beschwerden und Krankheiten auf. Durch sanften Druck gegen den verschobenen Wirbel erfolgt eine Korrektur in die jeweilige Ideallage.

Abrechnungshinweis:
Die Wirbelsäulentherapie nach Dorn ist keine verordnungsfähige Leistungsposition und kann deshalb nur privat abgerechnet werden.

Physiotherapie / Krankengymnastik (KG)


Wird verordnet bei
Erkrankungen aus dem Bereich der Orthopädie, Sportmedizin, Chirurgie, Neurologie, Inneren Medizin, Kinderheilkunde und Gynäkologie.

Beschreibung
Physiotherapie/"Krankengymnastik ist ärztlich verordnete Bewegungstherapie



Abrechnungshinweis:

Physiotherapie/Krankengymnastik ist eine verordnungsfähige Leistung.

Durchschnittliche Behandlungszeit laut GKV*-Vertrag: 20 Minuten
(Inkl. der erforderlichen Dokumentation und Nachbereitung der Behandlung)

KG auf neurophysiologischer Basis nach PNF

Wird verordnet bei
Neurologische Krankheitsbilder wie Schlaganfälle, Halbseitenlähmungen, Peroneuslähmungen, Multiple Sklerose, M. Parkinson Querschnittslähmung Schädel-Hirn-Traumata ,Sportunfälle

Alle Krankheitsbilder, die einer Schulung der Koordination, Kraft & Ausdauer bedürfen

Beschreibung
PNF (Propriorezeptive neuromuskuläre Facilitation) ist ein neurologisches Behandlungskonzept, welches die Förderung (Facilitation = leichter machen, erleichtern) des physiologischen Zusammenspiels von Muskeln und Nerven zum Ziel hat und die Koordination des gesamten Körpers schult.
Pathologische (krankhafte) Bewegungsmuster werden reduziert und physiologische Bewegungen wieder erarbeitet um es dem Patienten zu ermöglichen seinen Alltag selbständiger zu gestalten z.B. wieder an einer Gehhilfe zu laufen oder sich ohne Hilfe um zu setzen oder anzuziehen.

PNF fördert somit das Zusammenspiel zwischen Rezeptoren, Nerven und Muskeln.

Aufstehen aus eigener Kraft
Sicher gehen
Gleichgewicht halten
Treppen steigen ohne Mühe
Geschicklichkeit der Hände
Selbstständig an- und auskleiden
Essen, schlucken, sprechen, atmen

Abrechnungshinweis:
Die Physiotherapie/Krankengymnastik auf neurophysiologischer Basis nach PNF ist eine zusätzliche Qualifikation und als KG ZNS verordnungsfähig.
Durchschnittliche Behandlungszeit laut GKV*-Vertrag: 25 Minuten (Inkl. der erforderlichen Dokumentation und Nachbereitung der Behandlung).

KG auf neurophysiologischer Basis nach Bobath für Erwachsene


Wird verordnet bei
Neurologischen Krankheitsbildern wie Schädelhirntrauma, Schlaganfälle, Halbseitenlähmungen, Multiple Sklerose, M. Parkinson, Gehirnblutungen

Beschreibung
wird zur Regulierung des Muskeltonus (Spannungszustand der Muskulatur) eingesetzt.
Im Vordergrund stehen keine standardisierten Übungen, sondern Aktivitäten, die sich an funktionellen Bewegungen orientieren und die Eigenaktivität des Patienten fördern.

Abrechnungshinweis:
Die Physiotherapie/Krankengymnastik auf neurophysiologischer Basis nach Bobath für Erwachsene ist eine zusätzliche Qualifikation und als KG ZNS verordnungsfähig.
Durchschnittliche Behandlungszeit laut GKV*-Vertrag: 25 Minuten
(Inkl. der erforderlichen Dokumentation und Nachbereitung der Behandlung)

E -Technik Physiotherapie

Wird verordnet bei
Neurologischen Krankheitsbildern

Beschreibung
E -Technik das Hanke Konzept ist eine neurophysiologische physiotherapeutische Behandlungsmethode, die von Peter Hanke entwickelt wurde. Das  Konzept basiert auf entwicklungskinesiologischen Grundlagen .
E.-Technik ist eine integrative, komplexe neurophysiologische Therapiemethode in der Kinder- und Erwachsenenbehandlung.

E.-Technik orientiert sich an Bewegungsmustern, die ein Kind in der normalen Entwicklung im ersten Lebensjahr durchläuft. Zwei Bewegungsmuster sind dabei besonders wichtig: Diese Bewegungsmuster bleiben lebenslang erhalten und sind immer wieder abrufbar. Durch Verletzungen kann das harmonische Zusammenspiel von aktiven und passiven Strukturen des Körpers verändert sein. Funktionseinschränkungen dieser Strukturen des Körpers führen beinahe zwangsläufig zu Fehlhaltungen.



Orthopädische Rückenschule nach dem KddR Konzept

Kurse in denen Übungen und Informationen zur Verminderung oder Vorbeugung von Rückenschmerzen vermittelt werden.

Ziel ist, die relevanten Muskelgruppen zu stärken und so die Wirbelsäule zu entlasten, da die Muskulatur mit zunehmendem Alter als Stütze der Wirbelsäule immer wichtiger wird.

Neben den regelmäßigen Übungen wird auch das Bewusstsein für eine Rückenfreundliche Haltung und Bewegung im Alltag geschult.

Rückenschulen werden von den gesetzlichen Krankenkassen mit etwa 80 % bezuschusst. Die hierbei anerkannten Kurse sind auf max. 15 Teilnehmer begrenzt und müssen von Physiotherapeuten, Sportlehrern und Ärzten mit entsprechender Zusatzqualifikation geleitet werden (§ 20 SGB V).


Zielgruppen
Zielgruppen der Rückenschule sind Personen die berufsbedingt viel sitzen oder viel im Auto unterwegs sind die sich aus anderen Gründen wenig bewegen die schon unter Rückenschmerzen leiden ( akut oder chronisch) die Risikofaktoren für Rückenschmerzen haben Kursinhalte.

- Stärkung der physischen Gesundheitsressourcen
- Stärkung der psychosozialen Gesundheitsressourcen
- Aufbau von und Bindung an gesundheitsorientierte Aktivität
- Sensibilisierung für haltungs- und bewegungsförderliche Verhältnisse
- Verminderung von Risikofaktoren für Rückenschmerzen
- Bewältigung von Beschwerden und Missbefinden.

Die Rückenschule nutzt dazu folgende Inhalte zur Erreichung der o.g. Ziele:

- Übungen zur Körperwahrnehmung
- Übungen zur Verbesserung der motorischen Grundeigenschaften
- Vorstellung von Life-Time-Sportarten
- Übungen zur Haltungs- und Bewegungsschulung
- Entspannungsmethoden
- Strategien zur Stressbewältigung
- Strategien zur Schmerzbewältigung
- Strategien und Hinweise zur Verhaltens- und Verhältnisprävention
- Wissens- und Informationsvermittlung

Craniosacraltherapie

Wird verordnet bei
Ist keine verordnungsfähige Kassenleistung

Die Cranio-Sacral-Therapie : „Schädel-Kreuzbein-Therapie“, auch Kraniosakraltherapie oder kraniosakrale Osteopathie) ist eine alternativmedizinische Behandlungsform, die sich aus dem großen Gebiet der Osteopathie entwickelt hat. Es ist ein manuelles Verfahren, Es ist eine sehr entspannende Therapie mit Tiefenentspannung

Die behaupteten Wirkungsweisen sind aus naturwissenschaftlicher Sicht nicht nachvollziehbar. Ein Nachweis für die Wirksamkeit des Verfahrens konnte bislang nicht erbracht werden.

Beschreibung

Die Cranio-Sacral-Therapie beruht unter anderem auf der Annahme, dass sich die rhythmischen Pulsationen der Gehirn-Rückenmarksflüssigkeit (Liquor cerebrospinalis), der sog. Primäre Atemmechanismus (PAM), auf die äußeren Gewebe und Knochen übertragen und somit ertasten lassen. Die Einzelknochen der Schädelkalotte werden auch bei Erwachsenen als gegeneinander beweglich angesehen.

Durch Berührung des Körpers will der Therapeut Informationen über mögliche Blockaden dieser Bewegung sammeln und dadurch auf Funktionseinschränkungen einwirken, sowie indirekt auch Membranen innerhalb des Schädels (Falx cerebri, Tentorium, Falx cerebelli) und die harte Hirnhaut (Dura mater) beeinflussen. Dieses Vorgehen soll einen angenommenen „Energiefluss“ verbessern und Selbstheilungskräfte aktivieren sowie Funktionseinschränkungen und seelische Traumata lösen

Oft wir diese Therapiemethode als Entspannungstherapie genutzt.

 

Beckenbodengymnastik

wird verordnet bei

Inkontinenzbeschwerden, Blasenschwäche, nach Prostataoperationen und Totaloperationen

wird verordnet von

Proktologen und Gynäkologen

Beschreibung

erlernen von einfachen Übungen zur Stärkung der Beckenbodenmuskulatur